Faszination Technik - die Deltawerke
Eine Radtour in die Niederlande, 27.06. - 14.07.2009
Als wir das erste mal die Niederlande besuchten, wurden wir an die größte Naturkatastrophe dieses Landes erinnert. Es war die Sturmflut des Jahres 1953. In der Nacht vom 31. Januar zum 1. Februar brach eine Unzahl von Deichen, es starben 1853 Menschen und 200.000 Stück Vieh, 135.000 Hektar Land wurden überflutet und über 70.000 Menschen wurden obdachlos. Die Regierung reagierte schnell und beschloss den Bau eines Sturmflutabwehrsystems. Logischerweise erhielt es den Namen Deltawerke.
Bei jeder Radtour, die wir dorthin unternahmen stießen wir auf Bauwerke dieser Deltawerke und unser Interesse wurde immer größer, zumal sich eine faszinierende Technik hinter den einzelnen Sturmflutwehren verbarg. In diesem Jahr hatten wir eine Route ausgewählt, die uns an die größten Anlagen der Deltawerke führte. Teilnehmer waren Uta, Rudolf und Karl-Heinz. Der Umfang der Tour lässt nur einen Bericht in Stichworten zu.
Bei jeder Radtour, die wir dorthin unternahmen stießen wir auf Bauwerke dieser Deltawerke und unser Interesse wurde immer größer, zumal sich eine faszinierende Technik hinter den einzelnen Sturmflutwehren verbarg. In diesem Jahr hatten wir eine Route ausgewählt, die uns an die größten Anlagen der Deltawerke führte. Teilnehmer waren Uta, Rudolf und Karl-Heinz. Der Umfang der Tour lässt nur einen Bericht in Stichworten zu.

27.06.: Holzminden - Nieheim, 44 km
Mit der Bahn sind wir von Dessau nach Holzminden gefahren.
Mit der Bahn sind wir von Dessau nach Holzminden gefahren.
Natürlich besuchten wir im Teutoburger Wald die Externsteine.
29.06.: Spexard - Münster. 88 km
30.06.: Münster - Zwillbrock, 93 km
01.07.: Zwillbrock - Deventer, 81 km
02.07.: Deventer - Lelystad, 100 km
Dass wir schon hier auf das erste Sturmflutwehr stoßen würden wussten wir nicht, aber es brachte uns wieder nahe, dass hier laufend an Anlagen des Wasserbaus experimentiert wird

03.07.: Lelystad - Edam, 80 km
Heute stand die 31 km lange Fahrt über den Markerwaarddijk, der Markermeer und Ijsselmeer trennt, an. 1963 - 1976 wurde er gebaut und sollte der Landgewinnung dienen. Mittlerweile hat sich das Markermeer, durch seine Nähe zu Amsterdam, aber als Naherholungsgebiet entwickelt und es ist zweifelhaft, ob man jemals den Polder baut. Bevor wir den Deich befuhren, machten wir einen Abstecher nach Bataviastad.

04.07.: Edam - Amsterdam - Zandvoort, 63 km
Zandvoort ist bekannt durch die Motorsportrennstrecke Circuit Park (bis 1985 Formel 1, seit 2001 DTM).
05.07.: Zandvoort - Brielle, 86 km
Wir erreichten durch schöne Dünenlandschaft radelnd Westland, "De glazen Stad" (die gläserne Stadt), das größte Gewächshauskulturgebiet der Niederlande, wo die oft gescholtenen Tomaten und Gurken aus Holland, angebaut werden.
Zwischen Hoek van Holland und Maassluis freuten wir uns auf einen Höhepunkt, das zuletzt gebaute Maeslant-Sturmflutwehr.
Zwischen Hoek van Holland und Maassluis freuten wir uns auf einen Höhepunkt, das zuletzt gebaute Maeslant-Sturmflutwehr.

06.07.: Brielle - Middelburg, 89 km
Schnell führte uns der Nordseeradweg durch das Gebiet Voorne zum Haringsvliet über den Damm und die Schleusen.

Nun ging es über die Insel Goeree-Overflakkee zum Springersdiep und Grevelingen um den Brouwersdamm zu besichtigen

Zum Schluss erwartete uns noch ein absoluter Höhepunkt und zwar das berühmte Oosterschelde-Sturmflutwehr. Allerdings war das Wetter mittlerweile sehr durchwachsen, was jedoch dem Interesse daran keinen Abbruch tat.


07.07.: Middelburg - Rilland, 76 km
Das, worauf wir uns am meisten vorbereitet hatten, war besichtigt worden und unsere Begeisterung hielt noch immer an. Das Wetter hatte sich weiter verschlechtert und so tat es uns auch nicht leid, den Heimweg anzutreten. Wir fuhren am Nordufer der Westerschelde entlang und durch eintönige Poldergebiete, ab und zu durch Deichbauarbeiten zu Umwegen gezwungen.
08.07.: Rilland - Alphen, 83 km
09.07.: Alphen - Asten, 77 km
10.07.: Asten - Neukirchen (-Vluyn), 95 km
11.07.: Neukirchen - Hattingen, 81 km
Von Duisburg aus benutzten wir den Ruhrtalradweg. Für uns war es allerdings gewöhnungsbedürftig fast nur durch nahtlos ineinander übergehende Städte zu radeln.

12.07.: Hattingen - Neheim, 91 km
13.07.: Neheim - Meschede, 43 km
Langsam mussten wir uns entscheiden. Hinauf zur Ruhrquelle ins Rothaargebirge wollten wir nicht, denn das hatten wir schon zu Fuß durchwandert. Wir hatten aber auch keine Lust uns mit dem Rad in anderen Bergen des Sauerlandes herumzuquälen. So machten wir kurzen Prozess und fuhren mit dem Zug nach Warburg.
14.07.: Warburg - Holzminden, 82 kmSo lernten wir noch ein Stück des Diemelradweges kennen. Als wir in Bad Karlshafen die Weser erreichten, gab es kein Halten mehr, wir wollten nun nach Hause. Obwohl unsere Etappen recht kurz waren, sind wir in der Summe 1432 km gefahren.
